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Sprachcamps in den Herbstferien

Die deutsche Sprache zu lernen, ist für viele zugewanderte Schülerinnen und Schüler eine große Herausforderung. Für die Kinder und Jugendlichen ist dabei Unterstützung und Übung sehr wichtig. Ein Sprachtraining in den Herbstferien bietet nicht nur die Möglichkeit, die Deutschkenntnisse zu verbessern, sondern erleichtert auch den Wiedereinstieg in den Schulalltag. Das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Kreises Gütersloh organisiert zum sechsten Mal Ferien-Sprachcamps für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und der Berufskollegs. Dieses Jahr nehmen mehr als 200 Kinder und Jugendliche an den Kursen teil.

Die Sprachcamps finden in den Herbstferien im Zeitraum vom 12. bis zum 23. Oktober statt. Für die Sekundarstufe I bieten die Kurse Sprachtraining im Rahmen von kunst-, musik- oder theaterpädagogischen Projekten an. Dabei können die Kinder und Jugendlichen ihrer Kreativität freien Lauf lassen und gleichzeitig ihre Sprachkenntnisse verbessern. Die Kursthemen für die Klassen der Berufskollegs befassen sich mit der Berufsorientierung und Berufsvorbereitung. Die Praxis steht im Vordergrund, wie zum Beispiel das Schreiben und Spielen einer kleinen Theaterszene oder die Gestaltung eigener Kunstprojekte.

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Das Kommunale Integrationszentrum hat kreisweit elf Sprachcamps organisiert, neun davon für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II für die Berufskollegs. Coronabedingt mussten die Sprachcamps in diesem Jahr auf die Herbstferien verschoben werden. In der Regel finden diese in den letzten zwei Wochen der Sommerferien statt. „Trotz Corona haben wir eine hohe Anzahl an Anmeldungen erhalten. Das zeigt uns, dass die Sprachcamps einen hohen Stellenwert haben“, so Manuel Erdmeier, Leiter des Kommunalen Integrationszentrums. „Wir mussten die Teilnehmerzahlen pro Gruppe auf 17 Personen begrenzen und dementsprechend waren die Kurse schnell ausgebucht.“ Die Anmeldeformulare standen in sieben Sprachen zur Verfügung: Arabisch, Bulgarisch, Deutsch, Englisch, Kurdisch, Polnisch und Rumänisch. Bereits bei Erstberatergesprächen macht das KI die neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler auf die Sprachcamps aufmerksam. „Der Vorteil ist, dass wir so nah an den Kindern dran sind. 90 Prozent sehen wir in den Sprachcamps wieder“, so Erika Dahlkötter, Koordinatorin der Sprachcamps vom Kommunalen Integrationszentrum.

Die Kurse sind auf verschiedene Standorte im Kreis Gütersloh verteilt. Zwei Lehrkräfte betreuen jeweils eine Gruppe. Sie erhielten im Vorfeld eine Schulung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KI. Die Lehrkräfte arbeiten im Bildungsbereich und haben zum Beispiel eine Ausbildung für Deutsch als Fremdsprache (DAF) oder Deutsch als Zweitsprache (DAZ). Die zuständigen Bildungsträger der jeweiligen Regionen sind für die Durchführung der Sprachcamps verantwortlich. Bildungsträger sind die Volkshochschulen Gütersloh, Reckenberg-Ems, Verl-Harsewinkel-Schloß Holte-Stukenbrock und die INTAL Bildung und Beruf gGmbH.

Foto: Die Kinder präsentieren stolz die selbstgemalten Flaggen ihrer Heimatländer.