1000 Zeichen Frust

  • Wechselunterricht

    Seit kurzem liegt der Kreis Gütersloh laut dem Robert Koch-Institut (RKI) bei einer Inzidenz von unter 165 unter einem der festgelegten Schwellenwerte der sogenannten Bundes-Notbremse. Das bedeutet, dass mit der Bekanntgabe des Landes NRW die Schulen im gesamten Kreisgebiet ab jetzt, wieder mit dem Wechselunterricht starten können. Kindertageseinrichtungen sowie Fahrschulen durften eher öffnen.. Welche Regeln ab welchem Inzidenzwert gelten, welche Voraussetzungen für mögliche Öffnungsschritte erfüllt sein oder ab wann zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden müssen, ergeben sich aus einem Zusammenspiel der bundeseinheitlichen Notbremse und den Regelungen des Landes Nordrhein-Westfalen. Alles schwer verständlich, kaum nachvollziehbar. Die Leidtragenden sind Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrpersonal.

  • Weltoffen

    Eine weltoffene Kommune sein, Vielfalt und Teilhabe fördern, Toleranz und Integration leben – das hat sich die Stadt Gütersloh auf die Fahnen geschrieben. Als eine von 38 Städten und Gemeinden in ganz Deutschland nimmt sie jetzt an einem Modellprojekt teil, das die Bertelsmann Stiftung und die Organisation Phineo ins Leben gerufen haben. Unterstützt wird es unter anderem von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. „Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft nehmen im Rahmen des Projekts eine Einschätzung vor, inwieweit Gütersloh auf dem Weg zu einer weltoffenen Kommune ist“, erläutert Bürgermeister Norbert Morkes. „Wo stehen wir, und was können wir besser machen?“ – Das sind für das Stadtoberhaupt die beiden Kernfragen des Projekts.

  • Punktlandung

    Am Ende ist es doch noch eine „Punktlandung“: Der Rat der Stadt Gütersloh hat am den Haushalt für das Jahr 2021 mit großer Mehrheit verabschiedet. Der Etat verzeichnet einen Überschuss von 750 000 Euro bei einem Aufwand von 343,3 Millionen Euro. Steuererhöhungen sind auch im aktuellen Haushalt nicht enthalten. Der Gewerbesteuerhebesatz bleibt mit 411 Prozentpunkten weiterhin im unteren Bereich auf der Skala der Städte vergleichbarer Größe. Bei der Haushaltseinbringung Ende Januar diesen Jahres hatten Kämmerin Christine Lang und Bürgermeister Norbert Morkes mit einem Defizit von 12,6 Millionen Euro kalkuliert. Inzwischen hat sich jedoch die Lage bei den Gewerbesteuereinnahmen deutlich verbessert, wie Christine Lang kürzlich im Finanzausschuss bekannt gab. Mit den Mehreinnahmen könne die bislang im Haushaltsentwurf verbliebene Deckungslücke geschlossen und die in den Fachausschussberatungen beschlossenen Mehraufwendungen könnten gedeckt werden.

Tagtraum


Schließen wir die Augen und stellen uns Folgendes vor: An einem warmen Frühlingstag – Corona haben wir dank der sagenhaften Impfstrategie unserer politischen Eliten hinter uns gelassen – schlendern wir entspannt durch die belebte Gütersloher Innenstadt. Zwischen Gleis 13, Flöttmann-Gebäude und Karstadt-Immobilie tummeln sich eine Menge junger Leute. Sie chillen in der Sonne auf dem Rathausplatz, tippen in Cafés auf ihren Laptops herum und pendeln zwischen den drei Orten mit Bäckerbrötchen in der Hand

hin und her.


Auf dieser dreiachsigen Studiermeile pulsiert das Leben (und die Wirtschaft): Die Gastronomie versorgt die hungrigen Studenten mit allerlei Leckereien, der Einzelhandel stattet den Karrierenachwuchs von morgen mit Mode, Drogerieartikeln und mehr aus, Jung und Alt sitzen sich am „weltweit beachteten Wasserband“ (Grüße an P. Bunnemann) gegenüber, und von der Rooftop-Bar des Karstadt-Parkhausdecks schwingt ganz leise Lounge-Musik herüber …


Jetzt öffnen wir wieder unsere Augen und sehen: eine sterbende Innenstadt, dafür aber einen zukünftigen Campus, den man fluchtartig wieder Richtung Autobahn verlassen kann. Welcome to vibrant Gütersloh!

Monatszeugnis

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