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Gütersloh Digital

Die Morgenmacher

Die junge Stimme des Digitalen Aufbruchs

Die digitale Stadt wird insbesondere von der jungen Generation erlebt, genutzt und gestaltet werden. Die Stadt Gütersloh hat deswegen im Sommer 2019 über einen öffentlichen Aufruf junge, engagierte Gütersloherinnen und Gütersloher im Alter bis zu 29 Jahren gesucht, die als Morgenmacher ihre persönliche Perspektive in den Beteiligungsprozess des Digitalen Aufbruchs einbringen wollen. Damit unterstützen die mittlerweile mehr als 20 Morgenmacher die Gestaltung einer Zukunftsstrategie für Gütersloh.

Im Oktober vergangenen Jahres trafen sich die Morgenmacher erstmals im Digitalen Werkraum in der Stadtbibliothek. Schnell wurde deutlich: Die Gruppe ist sehr vielfältig, die jungen Leute bringen ganz unterschiedliche Voraussetzungen mit: sei es Erfahrung als Schülersprecher oder die Teilnahme an „Fridays for Future“, sei es ein Studium am Standort Gütersloh der FH Bielefeld oder das Interesse am Programmieren. Die Motivation ist bei allen ähnlich: Die Morgenmacher wollen ihre Stimmen und ihre Ideen einbringen, sehen konkretes Potenzial in der Stadt sowie an ihren Schulen und Lernorten und haben Lust, den digitalen Wandel Güterslohs aktiv mitzugestalten. Sie diskutierten bei ihrem ersten Treffen ihre Ideen, Denkansätze und Wünsche für die Zukunft der Stadt. Wichtig ist ihnen unter anderem, dass alle Generationen angesprochen und an digitale Techniken herangeführt werden sollen. Sie wünschen sich niederschwellige Beteiligungsmöglichkeiten und die schnelle, einfache und flexible Möglichkeit, sich zu vernetzen, ohne direkt Mitglied einer bestehenden Organisation, eines Vereins oder einer Partei zu werden.
Die Morgenmacher haben darüber hinaus die Möglichkeit, Ideen und Projekte aus den Denklaboren auf deren Zukunftsfähigkeit zu prüfen, und haben daher in verschiedenen Besetzungen an den fünf Denklaboren zu den Themenfeldern „Vernetzte Mobilität“, „Nachhaltige Lebenswelten“, „Neue digitale
Öffentlichkeit“, „Bildung und Kultur in der digitalen Welt“ sowie „Zukunft der Arbeit“ teilgenommen und sich eingebracht. Parallel dazu haben die 14- bis Ende-20-Jährigen ihre eigenen Projekte weiterverfolgt: Mit der Unterstützung der Founders Foundation aus Bielefeld haben sich die jungen Gütersloherinnen und Gütersloher in kleinere Teams aufgeteilt und an ihren zuvor diskutierten Ideen gearbeitet, darunter das Projekt „GT-Cards“, um sämtliche Tickets und Karten städtischer Institutionen übersichtlich und strukturiert in einer App zu sammeln und in einem Stadtkonto zu speichern. Oder das digitale Fahrradparkhaus mit Leihfahrrädern aller Art wie E-Bikes, Lastenrädern, Mountainbikes, die über eine zentrale App ausgeliehen werden können. Ein drittes Team hat die Idee von Gütersloher Hackathons diskutiert, um den Güterslohern eine Möglichkeit zu geben, neue Geschäftskonzepte oder Prototypen umzusetzen und auszuprobieren. Als die Stadtexpertinnen und -experten während der Zukunftswerkstatt im Januar 2020 erstmals alle zusammengekommen waren, um sich über die Ideen anderer Denklabore zu informieren und auszutauschen, haben die Morgenmacher die Veranstaltung genutzt, um erneut unter Anleitung und Hilfestellungen der Founders Foundation ihre eigenen Projekte voranzubringen.
Die Morgenmacher sind eine dynamische Gruppe und jederzeit offen für neue Freiwillige. Wer mitmachen möchte, kann sich jederzeit bei den Ansprechpartnerinnen des Digitalen Aufbruchs, Maximiliane Plöger (maximiliane.ploeger@guetersloh.de) und Sandra Causemann (sandra.causemann@guetersloh.de), melden. ˜

www.digitaler-aufbruch-guetersloh.de

Mit Unterstützung von Sonja Pult (r.) von der Founders Foundation haben die Morgenmacher in Kleingruppen einen eigenen Workshop während der Zukunftswerkstatt genutzt, um an ihren Ideen weiterzuarbeiten.

Foto: Stadt Gütersloh