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Digitales Assistenzsystem DIAZ nominiert

Jetzt ist auch die schriftliche Bestätigung da: Für die Entwicklung des digitalen Assistenzsystems DIAZ wurde wertkreis Gütersloh für den Inklusionspreis NRW 2020 nominiert. DIAZ ermöglicht es Menschen mit bestehenden oder erworbenen Behinderungen weiter aktiv und produktiv zu arbeiten, es verkürzt Einarbeitungszeiten, vereinfacht Auftragswechsel und kann den Nutzer ohne das Verwenden von Sprache durch den Produktionsprozess leiten. DIAZ wurde gemeinsam mit dem Fraunhofer IOSB-INA entwickelt und von und mit Menschen mit den unterschiedlichsten Handicaps angepasst und funktional erweitert. DIAZ ist portabel und lässt sich nicht nur innerhalb der wertkreis Gütersloh gGmbH einsetzen, sondern kann Menschen auch unterstützen, wenn sie in Firmen auf den 1. Arbeitsmarkt wechseln. Im Aufbau ähnelt das Assistenzsystem einem der üblichen Montage- bzw. Verpackungsarbeitsplätze einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) mit Arbeitsplatte und Greifbehältern. Zusätzlich sind 2 Beamer, Kameras, ein kleiner PC und ein Touchscreen-Monitor verbaut. Mittels Lichtsignalen und Videoanleitungen wird der Nutzer durch den jeweiligen Arbeitsprozess geleitet.
Bereits zuvor hatte die Initiative Wirtschaft und Arbeit 4.0 der Landesregierung NRW die digitalen Assistenzsysteme als "Best Practice" bezeichnet und auch die Internetseite www.gute- arbeitswelt.nrw des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales und der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (G.I.B.) benennt die Digitalisierungsprojekte von wertkreis Gütersloh als gutes Praxisbeispiel.
Der Inklusionspreis des Landes Nordrhein-Westfalen 2020 ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vergeben. Beworben haben sich diesmal insgesamt 144 Projekte und Initiativen. Zum Schwerpunktthema „Teilhabe durch Digitalisierung“ werden drei Preise vergeben: Der 1. Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, der 2. Preis mit 4.000 Euro und der 3. Preis mit 3.000 Euro. Darüber hinaus werden Fachpreise vergeben in den Kategorien „Arbeit und Qualifizierung“, „Freizeit und Kultur“, „Schulische, außerschulische und frühkindliche Bildung“ und „Barrieren abbauen – Zugänge schaffen“ sowie ein Sonderpreis der Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, zum Thema Sport und ein Sonderpreis der NRW-Stiftung zum Thema „Heimat ohne Hindernisse“. Die Fach- und Sonderpreise sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert. Die Bekanntgabe und Auszeichnung der Siegerprojekte ist für den Herbst geplant. Bewerben konnten sich Vereine, Initiativen, Netzwerke, Selbsthilfegruppen, Kirchen, freie und öffentliche Träger, Unternehmen, Verbände, Bildungseinrichtungen, Kindergärten und Schulklassen, die sich das Thema Inklusion auf ihre Fahnen geschrieben haben.

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