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Gut im Zeitplan

Gut im Zeitplan und in der Vermarktung – das Kaiserquartier nimmt Konturen an

Was passiert auf der Baustelle des zukünftigen Kaiserquartiers? Wie weit sind die Bauarbeiten zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Eickhoffstraße fortgeschritten? Läuft alles nach Plan auf dem größten privaten Bauvorhaben der Gütersloher Stadtgeschichte?

GT-INFO berichtet in regelmäßigen Abständen über die fortschreitenden Arbeiten am künftigen innerstädtischen Wohn- und Geschäftsgebäudekomplex. Nach einem aktuellen Rundgang über die Baustelle mit GENO-Geschäftsführerin Dipl.-Ing. Architektin Heike Winter hier ein neuer Zwischenstand: Immer deutlicher zeichnen sich nun die Konturen dieses neuen Stadtquartiers ab, das – dies ist schon jetzt offensichtlich – das Gesicht Güterslohs verändern wird. Gütersloh wird im Schlagschatten des Bahnhofs einen attraktiven, modernen, offenen Zugang zur Innenstadt bekommen. Das Areal, das jahrzehntelang städteplanerisches Sorgenkind war, ist ein selbstbewusster Schritt der Stadt in die Zukunft. Die Vermarktungserfolge zeigen, dass realistisch geplant wurde: Die Wohnungen (60 Prozent der 10.000 Quadratmeter Gesamtfläche) und Gewerbeflächen (40 Prozent) werden ab Frühjahr 2021 gefüllt sein. Das wird auch auf die Innenstadt Gütersloh positiv ausstrahlen.
Das Quartier ist ein Ensemble aus den drei Gebäudeblöcken A, F und E, die über eine Tiefgarage (Einfahrt von der Friedrich-Ebert-Straße) mit 144 Plätzen miteinander verbunden sein werden. Block A und Block F bieten Eigentumswohnungen, Büro-, Praxis- und Gastronomieflächen. Im Block E an der Eickhoffstraße in Nachbarschaft zum Café ALEX, wird im Erdgeschoss ein gastronomischer Betrieb mit einem für Gütersloh neuen Konzept einziehen – mehr will Heike Winter noch nicht verraten. Dazu kommen Boardinghouse Appartements, Mikroappartements und klassische Mietwohnungen. Block E ist als Investmenthaus bereits vergeben.
Die Vermarktung der Wohnungen, sagt Heike Winter, ist erfolgreich. Von den insgesamt 87 Wohnungen sind zur Zeit 72 Wohnungen verkauft – im Block A entlang der Friedrich-Ebert-Straße und in einem Winkel zum Quartiersplatz inmitten des Areals hin stehen noch fünf Wohnungen in unterschiedlichen Größen zum Verkauf, im Block F (Friedrich-Ebert-Straße, Eickhoffstraße) sind es noch zehn. Wer sich für diese Wohnungen interessiert, sollte sich durchaus beeilen. Ausführliche Informationen zur Lage und Größe der noch freien Wohnungen gibt es auf der Website www.kaiserquartier-guetersloh.de. Und natürlich berät GENO-Immobilien, die selbst ins Erdgeschoß des Blocks F einziehen wird, gerne auch persönlich.
Weitestgehend vermittelt sind die Büro- und Dienstflächen – bis auf drei Gewerbeeinheiten, die aber zu dem neuen Areal passen sollten, sagt Heike Winter: „Wenn wir einfache Verkaufskonzepte akzeptieren würden, wären die Flächen schon weg. Wir denken da aber eher beispielsweise an kreative Büronutzungen, Verkaufsflächen für individuelle Konzepte oder andere gute Konzepte.“


Bei den Wohnungsvermietungen sind Singles eine relativ große Zielgruppe sowie Menschen, die Wert legen auf die Innenstadtlage mit der unmittelbaren Nähe zum Bahnhof und ZOB, aber auch zur gastronomischen Infrastruktur in der Innenstadt: „Man sitzt mit Freunden draußen im Café, oder arbeitet dort mit dem Laptop, führt Gespräche, genießt das städtische Flair. Das Kaiserquartier wird mit seinen Menschen eine Bereichung der Innenstadt sein. Gütersloh wird moderner. Die vielen Händler, auch im Lebensmittelbereich, werden es spüren.“
Ein Punkt, der Heike Winter besonders am Herzen liegt, ist die Neubaumaßnahme Oesterhelweg auf der Ecke Kaiserstraße, Strengerstraße. Hier werden bis zum Jahresende die eingeschossigen Gebäude abgebrochen und es entsteht ein moderner Neubau, der sich an dem neuen Bebauungsplan orientiert. Die städtebaulichen Ziele, die die Grundlage für den Bebauungsplan sind, werden erlebbar, wenn ein wesentlicher Teil der Gebäude auch realisiert ist. Für die Bauherren ist gerade diese Ecke von besonderer Bedeutung, da sie die direkte Blickachse zum Bahnhof darstellt. Heike Winter: „Aber auch bei den anderen Ecksituationen haben wir die städtebauliche Wirkung bedacht: beim Altenheim mit den angrenzenden Grundstücken an der Friedrich-Ebert Straße und Kaiserstraße und bei der Ecke Eickhoffstraße, Friedrich Ebert Straße mit dem Block F.“
Trotz der üblichen Verschiebungen liegt der Bau, der in einem Guss hochgezogen wird, im Zeitplan. Die Rahmenbedingungen waren in den vergangenen Wochen Corona-bedingt nicht einfach, konnten aber von allen beteiligten Firmen gut organisiert werden. Dazu kam, dass die milde Witterung im Winter sehr geholfen hat. Wer die Baustelle besucht, kann das Kaiserquartier Tag für Tag geradezu wachsen sehen. Bis zu den maximal fünf Geschossen ragt es bereits in den Himmel. Um Zeit zu gewinnen, werden auch schon mal unten bereits die Fenster eingebaut, während in den oberen Geschossen noch betoniert wird.
Das Kaiserquartier ist eines der größten privaten Bauvorhaben der Stadtgeschichte. Entwickelt wird es von GENO Immobilien, Immobilien-Tochter der Volksbank Bielefeld-Gütersloh, und dem Bauträger G eins, der Bauträgergesellschaft des Gütersloher Architekten Walter Hauer. Er hatte im Jahr 2014 zusammen mit dem ebenfalls heimischen Architekten Raimund Heitmann den städtebaulichen Gestaltungswettbewerb für das Areal gewonnen. GENO und G eins kauften im April 2016 das 6.000 Quadratmeter große Gelände.

Foto: Antoine Jerji˜
CAD-Zeichnung: Geno Immobilien