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Lokal

Aktion Kinder in Not

32.500 Euro für Kinder in Rumänien und Ungarn

Mit so einer schönen Überraschung haben die Organisatoren der Gütersloher Aktion „Kinder in Not“ nicht gerechnet: Wegen der Corona-Krise musste die traditionelle Weihnachtspäckchen-Sammlung für Kinder in der rumänischen Stadt Timisoara und im ungarischen Komló abgesagt werden. Stattdessen riefen die Initiatoren Ulrich Franzke, Dr. Arno Sonnborn und Dr. Herbert Weiß die Gütersloher auf, diesmal ausnahmsweise Geld zu spenden.

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Und der Appell fand Gehör. 32.500 Euro kamen bislang zusammen – viel mehr, als die Organisatoren erwartet hätten. Anstelle von vollgepackten Lastwagen mit Geschenken aus Gütersloh ging das Geld auf die Reise, sodass in den beiden Städten doch noch tausende von Weihnachtspäckchen von lokalen Helfern gepackt werden konnten. „Viele arme Kinder konnten sehr reich beschert werden mit Süßigkeiten, Plätzchen, Schokolade und Obst, mit Buntstiften, Malbüchern, kleinen Spielsachen und Bauklötzen“, berichtet Mechthild Gollnick aus Timisoara in einem Danke-Brief an die Gütersloher Organisatoren.

Gollnick lebt seit Jahren in Rumänien und ist die Kontaktperson für die Aktion vor Ort. „Es ist den vielen Spendern aus Gütersloh auch in diesem schwierigen Corona-Jahr gelungen, viele rumänische Kinder auf der Schattenseite des Lebens an Weihnachten zu beschenken und glücklich zu machen“, schreibt sie.

Auch aus Ungarn kam Post. „Seit vielen Jahren ist es ein Wunder, was in Komló zu Weihnachten Dank der Liebe aus Gütersloh passiert“, schreibt Tamásné Anikó, Leiterin der dortigen Caritas. Auch wenn die Umstände diesmal nicht einfach waren, konnten vor Weihnachten täglich hunderte Kinder beschenkt werden. „Die Kleinen kamen mit purer Freude, und wegen des notwendigen Abstands umarmten wir sie mit den Augen. Es fühlt sich sehr gut, aber auch schmerzhaft an“, berichtet Anikó in bewegenden Zeilen.   

Neben der Verteilung der Weihnachtspäckchen konnten durch die Aktion auch besonders arme Familien gezielt unterstützt werden. „Hierzu zählen in den wirtschaftlich schwachen Regionen besonders Alleinerziehende mit ihren Kindern“, erklärt Ulrich Franzke. „Man macht sich so oft keine Vorstellung davon, welche Not in manchen Gegenden Europas nach wie vor herrscht.“

Im Namen von „Kinder in Not“ möchte sich auch Franzke bei den Spendern in Gütersloh bedanken. „Letztlich ist unsere Aktion vor Ort vielleicht ein Tropfen auf den heißen Stein. Doch unser Motto war schon immer: 1 Euro ist 100 Cent mehr als nichts. Jedes Kinderlächeln zählt.“ Fragen zur Aktion „Kinder in Not“ beantwortet Ulrich Franzke gern unter Tel. 05241/14868.

Foto: Dieses Mädchen in Timisoara hat gerade sein Weihnachtspäckchen abgeholt, dass mithilfe von Spenden aus Gütersloh gepackt werden konnte. Die Verteilung war diesmal eine Herausforderung – Maske und aufgeklebte Laufmarkierungen für Kinder auf dem Boden zeigen, dass Corona auch in Rumänien den Alltag prägt.“