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Gedenktafel für Hans Werner Henze

Weitere Programmpunkte im „Henze-Herbst 2020“ folgen

Andreas Kimpel, Beigeordneter für Kultur und Weiterbildung der Stadt Gütersloh, hat am Donnerstag, 15. Oktober, eine Gedenkplakette für den in Gütersloh geborenen Komponisten Hans Werner Henze enthüllt. Die Tafel schmückt ab sofort Henzes Geburtshaus in der Brunnenstraße 3 in Gütersloh. Die Anbringung erfolgte im Rahmen des „Henze-Herbsts 2020“.

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„Es wäre eine Freude, wenn die Plakette in Gütersloh die Erinnerung an Henze noch stärker in den Fokus rücken würde“, erklärte Kimpel. Gleichzeitig dankte er Prof. Peter Kreutz und dessen Ehefrau für die Anregung Henzes Geburtshaus kenntlich zu machen und so diese Form der Ehrung zu ermöglichen.

Hans Werner Henze wurde am 1. Juli 1926 in dem Haus in der Brunnenstraße 3 geboren. In der Wohnung im ersten Stock verbrachte er seine ersten vier Lebensjahre. Das heutige Eigentümerpaar des Hauses, Juliane Hiersemann und Herbert Piepenbrock, erinnert sich noch gut an die beiden späteren Besuche von Henze in seinem Geburtshaus. „Wir haben ihn als eine sehr angenehme Persönlichkeit erlebt“, erzählt Hiersemann.

Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), betonte Hans Werner Henzes prägende Musik. Daher trage der Musikpreis des LWLs, der alle sechs Jahre verliehen wird, auch den Namen Henzes. Der diesjährige Preisträger, der in Bielefeld geborene Komponist und Improvisationskünstler Robin Hoffmann, stehe mit seinem experimentellen Stil und seiner starken Verbindung zu den anderen Künsten in der Tradition Henzes. In diesem Jahr findet die Preisverleihung am Mittwoch, den 28. Oktober, im Theater Gütersloh statt. „Welch würdigeren Ort für die Verleihung kann es geben als das Theater mit seiner Adresse Hans-Werner-Henze-Platz 1?“, so Rüschoff-Parzinger.

Die Preisverleihung ist ebenfalls Teil des „Henze Herbst 2020“. Im Anschluss daran wird am gleichen Abend im Theaterfoyer die Ausstellung „Canti di Colore“ eröffnet. Sie zeigt Gemälde von Hans Werner Henze und ist bis zum 28. November jeweils zu den Theatervorstellungen geöffnet. Am 3. November folgt mit der szenischen Lesung „Henze in Gütersloh“ der nächste Programmpunkt. In autobiographischen Texten, Prosa und Lyrik, die für ihn prägend waren, wird Henzes Kindheit und Jugend in Ostwestfalen ebenso wie seine Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus und die sich anschließende künstlerische Entfaltung geschildert. Einblicke in den leidenschaftlichen Briefwechsel zwischen Henze und seiner engen Freundin Ingeborg Bachmann gewährt die Lesung „Briefe einer Freundschaft“ am Samstag, den 7. November.

Kammermusik von Hans Werner Henze wird am Sonntag, 8. November, in der Ausstellung „Canti di Colore“ zu hören sein. Am selben Tag zeigen die bambi Filmkunstkinos den Film „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ mit Filmmusik von Henze. Den offiziellen Abschluss des „Henze Herbst 2020“ bildet am Donnerstag, den 19. November, das Erzählcafé zum Thema „Henze in Gütersloh“ in Kooperation mit dem städtischen Fachbereich Kultur. Noch bis Sonntag, den 24. Januar 2021 zeigt das Stadtmuseum die Ausstellung „Güterslohs vergessener Sohn? Der Künstler und Weltbürger Hans Werner Henze“. Bereits am 5. September wurde der Theaterplatz in „Hans-Werner-Henze-Platz“ benannt.

Für alle Veranstaltungen sind noch Karten erhältlich. Der Eintritt zur Preisverleihung ist frei, eine Anmeldung für die Restkarten jedoch erforderlich.

Foto: Freuen sich über die neue Gedenktafel zu Ehren Hans Werner Henzes: Die Hauseigentümer Juliane Hiersemann und Herbert Piepenbrock, der Beigeordnete für Kultur und Weiterbildung der Stadt Gütersloh, Andreas Kimpel, LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, sowie Professor Peter Kreutz (v. l.).