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Engagement für Gütersloh

Bürgerstiftung legt Tätigkeitsbericht für das Jahr 2019 vor: Rund 60 verschiedene Projekte wurden mit 398.000 Euro gefördert

Wenn sich Gütersloher einsetzen, dann tun sie das auch für ihre Heimat, für andere Menschen oder in Gedenken an Familienmitglieder. In der Bürgerstiftung bildet sich dieses Engagement vielfältig ab. In Projekten, in Auszeichnungen, in Zahlen. Die Stiftung von Bürgern für Bürger legt ihren Tätigkeitsbericht 2019 vor. Rund 60 verschiedene Projekte wurden mit 398.000 Euro gefördert. Die Mittel stammen aus den Erträgen des Stiftungskapitals, Spenden und Aktions-Erlösen. Auch durch die Gründung einer neuen Verbrauchsstiftung ist das Kapital jetzt auf 10,5 Millionen Euro angewachsen. Besonders in Zeiten von Corona steht die Bürgerstiftung Vereinen und sozialen Einrichtungen zur Seite.

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„Unser Stiftungskapital ist im letzten Geschäftsjahr auf 10,5 Millionen Euro angewachsen - das macht uns stolz und dankbar zugleich“, sagt der Kuratoriumsvorsitzende Dr. Ernst Wolf bei der Vorstellung des Tätigkeitsberichts. „Wir verdanken diesen Anstieg im Wesentlichen der Neugründung des Paula und Willi Osthus Fonds.“ Den Gütersloher Bürgern, die hinter dieser neuen Stiftung stünden, gehöre der Dank aller Beteiligten. Das Besondere: Es handelt sich hierbei um eine Verbrauchsstiftung. Das eingesetzte Kapital von 50.000 Euro wird in den nächsten 15 Jahren sukzessive für die Umsetzung von Projekten genutzt, bis es aufgebraucht ist.

Der Rückblick auf das Geschäftsjahr 2019 ist für das Bürgerstiftungs-Team ein besonderer: „Im November haben wir die Ehrenamtlichen des Krisendienstes Gütersloh ausgezeichnet: Rund 40 Engagierte, die sich für Menschen mit psychischen Belastungen oder in Krisensituationen stark machen - Tag und Nacht, still und fast unbemerkt seit über 25 Jahren“, sagt die Sprecherin Brigitte Büscher. Das zeige, wie wichtig es ist, sich füreinander einzusetzen. „Das war schon vor Corona wichtig, hat nun aber an Aktualität gewonnen.“

Genau in dieser Zeit für die Menschen da zu sein und Engagement zu mobilisieren - das sei die Aufgabe der Bürgerstiftung. So hat die Bürgerstiftung zu Stoff- und Materialspenden aufgerufen, ehrenamtliche Näherinnen gewonnen und daraus 1800 fertige Masken an soziale und medizinische Einrichtungen verteilt. Gemeinsam mit Bastian Schlautmann, der sein Freiwilliges Soziales Jahr in der Bürgerstiftung absolviert, konnten für das Projekt „Hier spielt die Musik!“ zehn kleine Konzerte mit ehrenamtlichen Musikern vor acht Seniorenheimen aufgeführt werden. „Wir können sagen, dass wir sehr schnell Gütersloher gefunden haben, die sich für diese Projekte einsetzen wollten“, sagt Nina Spallek, Geschäftsführerin.

„Wir haben auch in unseren Projekten natürlich unterschiedliche Auswirkungen der Coronakrise gespürt“, berichtet Vorstandsmitglied Katrin Meyer. So haben anfänglich keine Seminare im BürgerKolleg stattgefunden. Inzwischen gab es erste Präsenzseminare in den Räumen der VHS, ein Kooperationspartner, unter den geltenden Hygienemaßnahmen. Auch wurde das Programm auf digitale Angebote umgestellt. Katrin Meyer lädt Interessierte ein, sich über das Angebot zu informieren: www.buergerkolleg-guetersloh.de. Eine Umstellung habe auch im Nachtcafé am Klinikum stattgefunden. Aus den abendlichen Treffen im Café sei ein aufsuchendes Café geworden. „Die Betreuungskräfte gehen zu den Menschen mit Demenz in das Zimmer und beschäftigen sich individuell mit den Betroffenen. Gerade in Zeiten von eingeschränktem oder absolutem Besuchsverbot ist dieses Angebot eine Beruhigung für die Patienten selbst sowie für deren Angehörige.“ In vielen Projekten hat sich die Umsetzung verzögert oder verschoben. Doch wichtig sei es der Bürgerstiftung, all ihren Projektpartnern zu vermitteln, dass die Förderzusagen weiter Bestand haben. „Wir sind für die Vereine und sozialen Einrichtungen da. Sie können sich auch in dieser Zeit natürlich an uns wenden“, erklärt Katrin Meyer.

Die Bürgerstiftung Gütersloh fördert auf der Grundlage ihrer Satzung verschiedenste Projekte aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, Kultur – und das für alle Generationen. „Dafür wurden im Jahr 2019 398.000 Euro ausgegeben, die durch die Erträge des Kapitalvermögens, die Patenschaften, Spenden und Aktionen wie zum Beispiel dem Adventskalender ermöglicht wurden“, berichtet Dr. Reinhard Liedl, Vorstandsmitglied. „In den Zeiten von Corona sind wir besonders froh, dass viele Spender und Paten dauerhaft an unserer Seite stehen und vertrauen darauf, dass sie dies auch zukünftig weiter tun.“

Auf dem Foto (von links nach rechts): Nina Spallek (Geschäftsführerin), Dr. Ernst Wolf (Kuratoriumsvorsitzender), Dr. Reinhard Liedl (Vorstandsmitglied), Katrin Meyer (Vorstandsmitglied) und Brigitte Büscher (Vorstandssprecherin der Bürgerstiftung Gütersloh) stellen den Tätigkeitsbericht 2019 vor.