Jugendwehren während des Ersten Weltkrieges

Fotos: Kreisarchiv

19.03.2021

Bereits Schüler und Auszubildende sind während des Ersten Weltkrieges auf den Kriegseinsatz vorbereitet worden. Zu diesem bisher wenig beachteten Thema hat das Kreisarchiv Gütersloh eine Broschüre und zwei Ausstellungen erarbeitet. Kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges versuchte die preußische Regierung, sogar Jugendliche an das Militär heranzuführen. In sogenannten Jugendwehren sollte den Schülern und Auszubildenden eine komprimierte Grundausbildung für Infanteristen nahegebracht werden. Diese Idee war nicht neu, schon vorher hatte es entsprechende Überlegungen gegeben. Die in weiten Bevölkerungsschichten verbreitete Euphorie nach Ausbruch des Krieges versuchte die preußische Regierung nun für eine freiwillige Vorbereitung auf den Militärdienst zu nutzen.

Dieses Thema ist vom Kreisarchiv für den Kreis Gütersloh erstmalig umfassend aufgearbeitet worden. Gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung hat das Kreisarchiv eine 32-seitige Broschüre zu dem Thema erarbeitet, die beim Kreisarchiv erhältlich ist oder als Download zur Verfügung steht.

 

Eine Ausstellung mit elf Tafeln, verschiedenen Objekten und Multimediaelementen – einige Originaldokumente wurden von einem Schauspieler des Theaters Bielefeld eingesprochen – kann im Kreisarchiv Gütersloh besucht werden. Für alle, die nicht ins Kreisarchiv kommen können oder möchten, hat Kreisarchivar Ralf Othengrafen noch einen Tipp: Sie können die Ausstellung in einer komprimierten Fassung auch von zu Hause aus online erkunden. Coronabedingt ist die Anzahl der Besucher im Stadt- und Kreisarchiv beschränkt. Eine Voranmeldung ist notwendig. Besucher müssen einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen.

 

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