Ortstermin in der Martin-Luther-Kirche

Autor: gt!nfo

Fotos: Bürgerstiftung

06.05.2022

Mit großer Freude und Interesse hat sich der Gütersloher Reinhart Müller bei einem Ortstermin zusammen mit Pfarrerin Wiebke Heine und der Geschäftsführerin der Bürgerstiftung, Nina Spallek, die von der Paderborner Firma Glasmalerei Peters sanierten Kirchenfenster der Martin-Luther-Kirche angeschaut. 90 000 Euro hat deren Renovierung gekostet. Dazu hat die seit 2015 unter dem Dach der Bürgerstiftung angesiedelte „Reinhart Müller Stiftung für Kultur und Denkmalschutz“ 7500 Euro beigetragen. Aus dieser Stiftung sind schon Mittel für den Erhalt des Parkbads sowie für große Inszenierungen renommierter Bühnen im Theater Gütersloh geflossen. „Wir können uns über diese tiefe Verbundenheit und solch ein Verantwortungsbewusstsein eines Bürgers nur freuen“, zeigte sich Pfarrerin Heine für die Evangelische Kirchengemeinde dankbar. Denn nicht nur für sie ist die Martin-Luther-Kirche mit ihren 1000 Sitzplätzen sowohl als größtes Gotteshaus vor Ort, als auch als Wahrzeichen und weltoffener Veranstaltungsort stadtbildprägend. Das sieht auch der Stifter so, der es sich nicht nehmen ließ, auf einer der Kirchenbänke in dem von Sonnenstrahlen lichtdurchfluteten Kirchenschiff innezuhalten.


Stifter Reinhart Müller nahm zusammen mit Nina Spallek, Geschäftsführerin der Bürgerstiftung Gütersloh (links), und Pfarrerin Wiebke Heine die von ihm mitfinanzierten restaurierten Kirchenfenster in der Martin-Luther-Kirche in Augenschein. 

 

1857 nach Plänen von Christian Heyden als neugotische Hallenkirche erbaut und seit 1984 denkmalgeschützt, ist die Kirche bereits mehrfach in verschiedenen Bereichen renoviert worden. Die jetzt sanierten Fenster aus mundgeblasenem Antikglas im Schiff und in den Turmaufgängen wurden Mitte der 1950er-Jahre eingesetzt und in den 1990er-Jahren schon einmal von außen entrostet, gestrichen und mit Taubenschutzgittern versehen – was auch die Vandalismusschäden minimierte.  Bei der jüngst erfolgten Sanierung handelt es sich nach Aussagen von Denkmalpfleger Ulrich Paschke keineswegs nur um eine Schönheitsoperation, sondern darum, durch Wind und Wetter verursachte mangelnde Dichtigkeit und Stabilität der Fenster durch eine von innen erfolgte Neuverkittung wieder herzustellen. Die Verbindung zu den Sandsteinmauern wurde durch mit Rehhaaren versetzten Kalkmörtel erneuert. Damit konnte eine umfangreiche und teurere Demontage der Fenster vermieden werden. Energetisch hat sich durch die Maßnahme allerdings nicht viel geändert, da die einfache Bleiverglasung geblieben ist.

 

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