Logo
Banner

Magazin

Die Neuenkirchener Straße

Breites Angebot bietet Alternative zur Innenstadt

Mit einem interessanten und vielfältigen Branchen-Mix kann die Neuenkirchener Straße in Gütersloh aufwarten. Ob Einzelhandel, Dienstleistung oder auch Gastronomie, die Straße hat ein innenstadtnahes Versorgungsnetz aufgebaut, das ein individuelles Quartier mit eigenem Charme bietet. Mit ihrem breiten Angebot ist sie eine sinnvolle Ergänzung für die Angebote in der Innenstadt. Befreit von der lästigen Parkplatzsuche, finden die Kunden und Besucher ein großes Angebot auch an Fachgeschäften, die über ein hohes Maß an Beratung verfügen. Darüber hinaus gehört die Neuenkirchener Straße zu den längsten Ausfallstraßen der Stadt. Von der Unterführung bis zum Stadtausgang an der Bruder-Konrad-Straße misst sie rund zwei Kilometer. Entstanden ist die Straße im Jahr 1904. Seither kann sie auf eine wechselhafte Geschichte mit vielen Veränderungen zurückblicken. Wir stellen in dieser Ausgabe einige Streiflichter aus der Historie vor, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

Anzeige

Das Jahr 1954
1954 verschwindet ein weiteres Fachwerkhaus. „Peter friederrich Osterhelwech und Maria Angenese wackers die haben dieses Haus bauen lassen Anno 1811“. So stand es auf dem Balken eines alten Hauses an der Neuenkirchener Straße eingeschnitzt, das 1958 wegen des immer stärker werdenden Verkehrs abgerissen werden musste, berichtete eine Gütersloher Tageszeitung. „Wieder geht ein Stück Alt-Gütersloh dahin, denn die Dammstraße am Stoppschild Neuenkirchener Straße soll begradigt werden“, heißt es in dem Blatt weiter.

Das Jahr 1958
1958 wurden zwischen Dalkestraße und Dammstraße elf Linden gefällt, um die Voraussetzungen für die Verbreiterung der Fahrbahn zu schaffen.

Das Jahr 1972
1972 begann der Ausbau eines kombinierten Rad- und Fußweges. Der Ausbau erfolgte zwischen Buschstraße und der Linteler Straße auf der westlichen Straßenseite in einer Länge von 1.220 Metern, wobei 700 Meter Rohre für die Straßenentwässerung verlegt werden mussten.
Im September 1972 entschied sich der Verkehrsausschuss der Stadt Gütersloh, zum Schutz der Schulkinder, für die Einrichtung einer „Fußgänger-Druckknopfampel“ an der Neuenkirchener Straße in Höhe der Gastwirtschaft Mütherthies in Spexard.

Das Jahr 1994
1994 geht der Umbau der Neuenkirchener Straße an den Kreuzungen Buschstraße beziehungsweise der neuen Südtangente in seine heiße Phase. Im August ist die Straße zwischen Konrad-Adenauer-Ring (Stadtring Kattenstroth) und Buschstraße wieder in beiden Richtungen befahrbar.

Das Jahr 1999
Im Herbst 1999 beginnen die Arbeiten beim Umbau des 550 Meter langen Abschnitts zwischen Dalkestraße und Feuerborn-/Turnerstraße. Um die Verkehrsbeeinträchtigungen möglichst gering zu halten, entschloss sich die Verwaltung, das Vorhaben in Etappen zurückzulegen. „Summa summarum entstehen Kosten von gut 2,75 Millionen Euro. Davon steuern Bund und Land 1,7 Millionen Mark an Zuschüssen für den Straßen- und Radwegebau bei“, berichtet die Neue Westfälische im Oktober.

Das Jahr 2003
Nach einem weiteren Umbau der Neuenkirchener Straße feiern die Anwohner der Neuenkirchener Straße im Juni 2003 den Abschluss der Arbeiten mit einem kleinen Straßenfest. Der Umbau hatte sich Stück für Stück in Richtung Stadtmitte vollzogen. Der letzte Abschnitt zwischen Schalück- und Turnerstraße, auf dem die Stadt 30 Bäume hatte pflanzen lassen, wurde im Mai 2003 abgewickelt.

Das Jahr 2007
Im März 2007 fallen die ersten Bäume für den Umbau und die Neugestaltung der Neuenkirchener Straße Straße zwischen Schalück- und Alter Buschstraße.

Am 30. August 2007 berichtet die Tageszeitung „Neue Westfälische“: Die Autofahrer werden es mit Erleichterung hören. Zwar dauert es noch drei Jahre, aber dann wird das Nadelöhr auf der Neuenkirchener Straße zwischen Gaststätte Mütherthies und Baustoff Johannknecht geöffnet. Baudezernent Josef E. Löhr teilt nun mit, dass ab 2010 mit einem Umbau der engen Kreuzung zu einem Kreisverkehr zu rechnen ist.

Das Jahr 2008
2008 wird bekanntgegeben, das eines der letzten freien, innenstadtnahen Grundstücke bebaut werden soll. Dazu schreibt die Tageszeitung Neue Westfälische“: „Auf dem zur Zeit noch mit Gras bewachsenen Gelände im Winkel zwischen dem Fuß-/Radweg „Am Bachschemm“ und der Neuenkirchener Straße entsteht der „Wohnpark Neuenkirchener Straße“ mit insgesamt 45 Wohnungen in drei Gebäuden.“ Baustart – mit einem Jahr Verspätung – ist dann im Jahr 2009.

Im Jahr 2012
Einen Hingucker erhielt die Straße im Jahr 2012: Da wurde der Innenteil des Kreisverkehrs zur Dammstraße neu bepflanzt – von der CDU.

Das Jahr 2015
Im November 2015 können die Mieter in das barrierefreie Wohnhaus an der Neuenkirchener Straße/Ecke Schalückstraße einziehen.

Ende Dezember 2015: Grünes Licht für den Kreisverkehr. Fast 15 Jahre nach den ersten Plänen wird 2016 endlich der Kreisverkehr an der Neuenkirchener Straße gebaut.

Das Jahr 2019
April 2019: Für das ehemalige Firmengelände von Thorlümpke und Schöpp an der Neuenkirchener Straße 76 liegt ein Folgekonzept vor. Die Stadt schlägt vor, aus dem Misch- ein allgemeines Wohngebiet zu machen. Der Bebauungsplan sei so zu ändern, dass dort drei dreigeschossige Häuser mit Wohnungen entstehen können. ˜

Foto: Antoine Jerji